Übersicht Konzertrezensionen 2009


Fränkische Nachrichten vom 10.11.2009

"Konzert wurde zum Genuss für die Sinne"
(Rezension zum Konzert im St. Alban "Erftaldom", Hardheim am 8. November 2009)




Trierischer Volksfreund vom 4. Mai 2009 / Konzert am 1. Mai in der Klosterkirche Niederehe/Eifel

ZAUBERER DER BAROCKMUSIK

Markus Eichenlaub / Foto von ©kulturfoto-lieser.de Je kleiner die Orgel, desto größer muss die Kunst des Organisten sein, will er ein erfolgreiches Konzert gestalten. Das jüngste Konzert an der König-Orgel war sehr erfolgreich.

NIEDEREHE. Die Orgel in der ehemaligen Klosterkirche St. Leodegard in Niederehe ist ein kleines, aber feines Schmuckstück, das weit über die Region hinaus bekannt ist. Aber sie hat nur zwölf Register (zum Vergleich: die Hauptorgel des Trierer Doms hat 68). Wenn es einem Organisten trotzdem gelingt, seine Zuhörer im voll besetzten Gotteshaus ein ganzes Konzert lang interessiert bei der Sache zu halten und anschließend stürmischen Applaus zu ernten, dann spricht das dafür, dass der Künstler bestens mit dieser Orgel umzugehen wusste.

Gelungen ist dies Markus Eichenlaub, dem Organisten des Limburger Domes. Er war der Interpret eines Abends, bei dem ausschließlich Musik des 16. und 17. Jahrhunderts zu hören war. Angefangen bei einem Ricercar im ersten Ton von Jakob Hassler über die Schlachtenmusik "Ballo della Battaglia" von Bernardo Storace bis hin zum "Noca Cyclopeias Harmonica" von Georg Muffat.

Das überaus nuancenreiche Spiel Eichenlaubs, der die ganze Tabulatur der barocken Affekte, gepaart mit einer durchdachten Agogik, zu nutzen wusste, ließ den Zuhörern keine andere Möglichkeit, als mit gespitzten Ohren die Vorträge zu verfolgen und dabei zu entdecken, dass dieses Instrument einen Schatz an klanglichen Farben und Schattierungen besitzt. Hinzu kam die außerordentliche Wirkung der Stimmung, die jedem Akkord seine eigene Aussagekraft von strahlend rein bis schmerzhaft unrein verlieh. Durchsetzt war das Programm von drei verschiedenen Werken, die sich mit dem Ruf des Kuckucks befassten.

Johann Kaspar von Kerll und Girolamo Frescobaldis Capricen und Bernardo Pasquinis Toccata über den Vogelgesang lösten in Eichenlaubs Darstellung eine heitere Stimmung im Publikum aus.
Rezensent: Gerhard W. Kluth / Foto von ©kulturfoto-lieser.de



Nassauische Neue Presse vom 2.1.2009

"Innige musikalische Zwiesprache"

(Silvesterkonzert am 31. Dezember im Hohen Dom zu Limburg)




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